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Kepler Track

Nachdem wir wieder einige Tage in Queenstown verbracht hatten, kam plötzlich wieder der Wunsch nach Wildnis auf und wir entschlossen uns kurzfristig noch einen der Great Walks zu laufen.

Der Kepler Track gilt als längste Gratwanderung Neuseelands und dauert eigentlich 4 Tage. Nachdem wir auf dem Routeburn viel Zeit zum Tee trinken, reden und Kartenspielen hatten haben wir für den Kepler die etwas sportlichere Variante gewählt und den Track mit nur zwei Übernachtungen gemacht.

Um 3 gings los auf eine 25km Etappe, die aber nur durch den Wald mit wenig Steigung bis zur Hütte am Fuß der Jackson Peaks führte. Eigentlich kein Problem bis Sonnenuntergang zur Hütte zu gelangen, doch die Parkranger sind immer sehr bemüht darum, dass man bis 7 Uhr die Hütte erreicht hat. So wartete unser Hüttenwart schon auf unser Ankommen, dass ihm wohl vorher per Funk mitgeteilt wurde. Also auch in der ‘Wildnis’ alles ganz geregelt und abgesichert… ;-)
Der nächste Tag begann mit einem erquickenden 1000m Aufstieg bis wir schließlich den Kamm erreichten, auf dem wir dann fast den ganzen Tag verbracht haben und mit grandiosen Ausblicken belohnt wurden. Grandios heißt hier Berge bis zum Horizont und das in jede Richtung. Geil, was?!
Da wir an unserem 3. Wandertag auch noch 300km Autofahren wollten sind wir dann um kurz nach 7 (als erste!!) von der Hütte losgegangen, um den Bus um 10 zu erwischen. Nunja, die letzten Kilometer waren dann doch recht stressig, aber wir haben den Bus erwischt und den gesamten Kepler Track in 42h gelaufen. Nicht schlecht für 50km… (Die Läufer bei der jährlichen Kelper Challenge laufen das in weniger als 6h :-( )

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Milford Sound

Was macht man, wenn man nach der Wanderung über den Routeburn Track an der Milford Road rauskommt und 300 Straßenkilometer vom Ausgangspunkt der Wanderung entfernt ist?

In den Bus steigen und weiter geht’s zum weltberühmten Milford Sound zu einem Overnight Cruise auf dem Fjord. ;-)
Nach Instant-Tütenessen auf der Wanderung konnten wir uns dann die Bäuche beim Dreigänge-Menü ordentlich vollschlagen.
Dazu gabs noch einen Kajaktrip auf dem Fjord und schließlich ein Glas Wein auf Deck, alles kombiniert mit der mystischen Abendstimmung.

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Routeburn Track

Der südliche Teil der Südinsel ist ja für ihre riesigen Nationalparks und die mehrtägigen Wanderwege, die durch sie führen, bekannt.
Wir haben wieder die letzten Plätze (diesmal in den Hütten) ergattert und uns nach den 3 Tagen in Queenstown auf den Routeburn Track aufgemacht.

Vom Nordende des riesigen Lake Wakatipu führt der Routeburn Track in drei Tagen Richtung Westen durch den Mt. Aspiring Nationalpark in den Fjordland Nationalpark.

Der Weg ist enorm abwechslungsreich und führt zunächst durch den Regenwald, an tosenden Wasserfällen und rauschenden Flüssen vorbei, steigt dann über die Baumgrenze ins alpine Gelände. Einen ganzen Tag hat man wundervolle Blicke auf die Berge Fjordlands und hinunter ins Hollyford Valley. (Über den ‘Death Man Track’ kann man sogar direkt absteigen… ;-) )

Zum Schluss gehts vom in den Bergen eingebetteten Lake Makenzie hinab zu ‘The Divide’ und für uns dann im angeschrägten Panorama-Luxusbus weiter zum Milford Sound. :-)

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Queenstown

Die Action-Metropole Neuseelands (oder der Welt?)…Yeah, endlich sind wir angekommen. Hier kann man echt alles machen, von Skydiving über Bungyjumping, Rafting, Mountainbiking bis hin zu Burgereating, alles direkt auf der Hauptstraße buchbar. Und dazu ein kunterbuntes Durcheinander vom Backpacker bis zum luxusverwöhnten High Society Urlauber.

Wir haben natürlich auch direkt unseren Adrenalin-Thrill gefunden, tief in die Reisekasse gegriffen und uns auf den Advanced-Track der Sommerrodelbahn gewagt ;-) .

Neben dem ganzen Trubel konnten wir uns, aber auch super von unseren Wanderungen erholen. Wir haben unseren Aufenthalt in Queenstown zwischendurch mit einer dreitägigen Wanderung auf dem Routeburn Track unterbrochen und waren anschließend noch im Milford Sound. (Die Bilder steht ihr ja oben…)

Nach unserem Höllenritt auf der Sommerrodelbahn konnten wir es aber nicht dabei belassen… Wir haben den Sprung von der Kawarau-Bridge in den 43m unterhalb liegenden Kawarau-River gewagt, wurden aber glücklicherweise noch kurz vor dem Wasser von einem Gummiseil abgefangen… Yeehaaa!

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Westcoast und Gletscher

Nach langer Pause gibts endlich mal wieder ein Lebenszeichen.

Von der sonnigen und lieblichen Gegend um Nelson gings für uns nach der Wanderung in den Tablelands weiter an die Westcoast.

Die mit Regenwald und mannshohem Neuseelandflachs bewachsene Küste fällt steil in die wilde Tasmansee ab, die aufgewühlt zwischen der Südinsel und der Westinsel (Australien) liegt.
An Baden war bei 3m Wellen und Felsküste zwar nicht mehr zu denken, aber gestaunt haben wir dafür umso mehr.

Nicht nur die Landschaft und Vegetation änderte sich dramatisch, wir machten auch neue Bekanntschaften mit der Fauna.
So gehörten die Sandflies nun zu unseren ständigen Begleitern. Diese netten kleinen Zeitgenossen sind so groß wie Fruchtfliegen, treten meistens in großen Schwärmen auf und ritzen die Haut ein um dann unser Blut zu saugen. Manche von Euch kennen sie vielleicht aus Schottland oder Schweden, wo sie Midges oder Knots heißen.
Wenn man morgens im Zelt aufwacht und denkt es regnet, aber kurze Zeit später feststellen muss, dass einfach nur hunderte von Sandflies von innen gegen das Außenzelt fliegen, dann kostet es doch ein bisschen Überwindung rauszugehen und das Frühstück zu holen. ;-)
Kommentare wie: ‘Little black fellas are still biting, aye?’ mutern dann auch nur bedingt auf.
Naja, wir wissen also mittlerweile warum es hier Insektenschutzmittel mit 30%, 40%, 80% oder sogar 100% DEET (der Wirkstoff ist zu 20% in Autan drin) und sogar Sonnencreme mit 40% DEET zu kaufen gibt.

Bei einem abendlichen Ausflug zu den Pancake Rocks konnten wir dann das Tier beobachten, welches die Neuseeländer wohl noch mehr als die Sandflies hassen.
Das Possum wurde ursprünglich mal aus Australien hier eingeführt um eine Fellindustrie zu schaffen, aber mittlerweile würden die Neuseeländer am liebsten alle Possums erschießen, erschlagen, überfahren oder sonstwie ins Jenseits befördern.
Die eigentlich ganz putzigen Tierchen haben sich mittlerweile nämlich zur größten Bedrohung für die heimischen Vögel entwickelt, von denen viele auf dem Boden brüten oder sogar gar nicht fliegen können.
In Neuseeland haben wohl die wenigsten Leute Probleme damit Fell zu tragen – wenns denn von Possums kommt – und uns wurde schon geraten möglichst viel Possum zu kaufen, da wir so die Vögel schützen können.
In Australien stehen die Possums übrigens unter Naturschutz. ;-)

Von Greymouth, wo wir ein paar Tage im Hostel verbrachten, fuhren wir weiter Richtung Süden, wo Gletscher aus den eisigen Höhen der neuseeländischen Alpen fast bis zur Küste vordringen.
Es ist wohl recht einmalig, dass ein Gletscher 20km von der Küste entfernt ist  und sich so weit ins Tal erstreckt, dass oberhalb von ihm noch Regenwald wachsen kann.

In einem Gebiet, dass im Schnitt 4000mm Niederschlag im Jahr abbekommt – Wuppertal als regenreichste Stadt Deutschlands mit grade mal 1150mm kann da nicht mithalten – haben wir dann auch mal gemerkt, was Heavy Rain in der Wettervorhersage heißt…
Die neuen Scheibenwischer waren jedenfalls schon fast überfordert.

Aber durch Regen darf man sich in dieser Gegend sowieso nicht davon abhalten lassen aus dem Haus (oder Auto) zu gehen, denn eigentlich wirkt die Landschaft erst mit dem entsprechenden Wetter richtig – und das ist halt nunmal der Regen.

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Die Westcoast

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Pancake Rocks

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Das Possum sieht ja eigentlich ganz putzig aus, wie es da sein Käsebrot mampft.

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Zufahrt zum Franz-Jospeh Glacier

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Schnell noch nen Foto machen und dann die Keas vertreiben…

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… sonst passiert sowas.

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Der Fox Glacier

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Nach 3 Stunden und 1000 Höhenmetern endlich die gradiose Aussicht!

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Sooo große Schritte mussten wir machen.

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Das letzte Exemplar des neuseeländischen Waldelefanten

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Fox Glacier von unten…

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… und von oben

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Das ist doch mal nen Ausblick auf die 3000er Aoraki/Mt. Cook rechts und Mt. Tasman links – dachten sich die anderen auch…

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Blick vom Strand auf Aoraki und Mt. Tasman

Wo sind wir eigentlich?

Auf der Karte steht ja immer noch Auckland, allerdings sind wir mittlerweile an der Westküste der Südinsel in Greymouth. Morgen gehts weiter nach Süden zum Fox Glacier Village und dann über Wanaka nach Queenstown.

Leider haben wir noch keine Zeit gefunden die Karte zu verändern, aber wir arbeiten dran. ;-) Guckt in der Zwischenzeit schon mal bei Google nach.

P.S.: Der Nordinsel Eintrag wurde ergänzt. Ist vielleicht bei den ganzen anderen Einträgen etwas untergegangen.

Tableland Circuit

Nach nur einem Ruhetag zog es uns dann schon wieder in die Natur, wir packten unsere Rucksäcke – diesmal die Kleinen – und los gings auf eine Zweitageswanderung in die Tablelands, westlich von Nelson.
Da praktisch kurz hinter Nelson die Berge auf fast 1800m ansteigen, waren wir nach etwas mehr als 1,5 Stunden Autofahrt über z.T. abenteuerliche Schotterstraße (sehr steil, Schlaglöcher, Bodenwellen :-D ) am Ausgangspunkt der Wanderung angekommen.

Durch verwunschenen, mit Moos und Farn bewachsenen Rotbuchenwald wanderten wir von 940m kurz über die Baumgrenze zur Salisbury Lodge auf 1150m, einer urigen Berghütte mit Solarklo!
Nicht schlecht gestaunt haben wir über die doch sehr leichten Rucksäcke. Da Zelt und Kocher im Auto bleiben konnten und wir auch nur Essen für einen Tag tragen mussten, schlenderten wir nur leicht verschwitzt zur Hütte.

Nach einer angenehmen Nacht im 22 Personen Schlafsaal stand die Überschreitung von ‘Gordons Pyramid’ (1498m) an und über einen lang gezogenen Höhenweg mit traumhaftem Ausblick auf bewaldete Hügel, Karstgebirge und das nicht allzu ferne Meer gings schließlich wieder durch Tussockgrassteppe und Silberbuchenwald zurück ins Tal.

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Ein Weka - flugunfähiger Vogel

Ein Weka - flugunfähiger Vogel

Schlafsaal

Schlafsaal

Links Gordon's Pyramid, rechts Mount Arthur

Links Gordon's Pyramid, rechts Mount Arthur

Aufstieg zu Gordon's Pyramid

Aufstieg zu Gordon's Pyramid

Gipfelfoto...

Gipfelfoto...

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