In einem Land, weit hinter dem Horizont begaben sich vor langer Zeit zwei Fremde auf die Suche nach Weisheit und Abenteuer – oder so ähnlich.
Die Suche nach Weisheit ist – zumindest vorerst – abgeschlossen, denn die Vorlesungen sind seit nem Monat vorbei, die Klausuren sind geschrieben, nur ob die Suche erfolgreich war wird sich noch zeigen…
Unsere Wahrnehmung der Zeit während dem Semester war ein bisschen komisch. Am Anfang gings ganz seicht los, man konnte sich eingewöhnen, aber das Arbeitspensum stieg stetig an – auch wenn das Gewohnte nicht überschritten wurde.
Und kaum hat das Semester richtig angefangen stand auch schon die Mid-Semester Break an. Yehaa, wieder rein in den Urlaub ![]()
Kanufahren, Bergbesteigung und Sanddünen runter brausen sollten die Hauptbeschäftigung für die nächsten 2 Wochen darstellen.
Auf dem Whanganui River brachen wir mit Marian und Christina zu 90km paddeln in 3 Tagen auf. Auf den ersten Blick sieht das vielleicht etwas erschreckend aus, aber durch stetige Strömung kamen wir zügig und ohne allzu große Anstrengung voran. Kurz vor dem Ziel hatten wir dann schon so viel Vertrauen in unsere Paddelkünste, dass wir dachten, auch 1m Wellen mit Leichtigkeit strotzen zu können – platsch, nass.
Da so viel Abenteuer für 4 (mehr oder weniger) gestresste Studenten noch nicht reicht fuhren wir noch am gleichen Tag mit einem Satz trockener Klamotten weiter zum Tongariro National Park, wo wir den Schicksalsberg aus Herr der Ringe besteigen wollten.
Bei Kaiserwetter machten wir uns auf den Weg durch erkaltete Lavaströme über Geröllfelder und etwas Schnee auf zum 2287m hohen Gipfel des noch immer aktiven Vulkans Mt. Ngauruhoe. Von oben sieht man wie klein Neuseeland doch ist – West- und Ostküste waren zu sehen.
Den Rest der Ferien haben wir das Northland – der Teil der Nordinsel, nördlich von Auckland – erkundet und dort Kauris – die 2. größten Bäume der Welt – gesichtet, sind Sanddünen auf Surfbrettern runter gerast und haben ganz oben am Cape Reinga die Magie des Ortes erfahren an dem die Geister der verstorbenen Maori ihre letzte Reise zu den Ahnen antreten.
Auch wenn es vielleicht so klingt, aber wir machen hier nicht nur Urlaub ![]()
Nunja, Uni ist halt Uni, aber das Feeling ist doch anders. Die Profs. werden beim Vornahmen angesprochen und der Umgang mit ihnen ist sehr unkompliziert. Das Lernklima ist sehr relaxed und wir als postgrad students wurden sowieso wie kleine Könige behandelt
mit eigenen Räumen, einem riesen Computerraum und weiteren Privilegien. Dazu hatten wir mit den verschiedensten Kulturen zu tun, viele Studenten kommen aus Asien und dem Pazifikraum aber auch die Neuseeländer sind ein bunt gemischtes Völkchen mit Einflüssen aus der ganzen Welt – egal woher man kommt man findet immer einen passenden Laden, in dem deine Sprache gesprochen wird. So haben wir auch einen Einblick in die israelische, pakistanische, indische, afrikanische, chinesische und neuseeländische Sicht der Welt bekommen. Leider beschränkt sich die Sicht der neuseeländischen Medien oftmals auf die Schießerei im Kuhkaff oder die Live-Berichterstattung vom monatlich wechselnden Mordprozess. Die Nachrichten werden aber auch von den Neuseeländern kaum noch angeguckt und wir haben dann auf Deutsche-Welle TV (in englisch) und Al Jazeira (super Nachrichtensender, wer hätte das gedacht?!) zurückgegriffen.
Durch das ganze Multi-Kulti gehen die anglo-sächsischen Neuseeländer im Straßenbild fast ein bisschen unter. Wir haben natürlich auch eine deutsche Bäckerei ausfindig gemacht und ab und zu war dann Samstags Hefezopf und Bretzel schlemmen angesagt. In der Uni gabs dann allerdings fast immer Sushi oder was vom Inder.
Obwohl das Semester recht gemütlich anfing, flog nach den Ferien die Zeit nur so dahin und wir näherten uns mit Riesenschritten dem Ende der Vorlesungen und der Klausurphase. Neben dem ganzen Lernen blieb also nicht so viel Zeit für anderes, aber ab und an flüchteten wir uns in die Kletterhalle, in einen der vielen Parks, ins Pub oder zu anderen Aktivitäten, wie Broomball oder Hochseilgarten.
Die zwei Wochen Klausurphase waren dann auch irgendwann überstanden und das Wochende danach machten wir uns erstmal auf in die Wildnis, zur Coromandel Peninsula.
Dort wollten wir den Pinnacles-Track laufen und obwohl wir anfangs etwas skeptisch waren ob wir wieder zurück nach Auckland kommen würden – es gab eine Heavy Rain Warning für den nächsten Tag und wenn wir Pech gehabt hätten, wäre die Straße überschwemmt worden – brachen wir bei gar nicht so schlechtem Wetter auf. Nach schöner Wanderung und Gipfelanstieg im Nebel kam dann am nächsten Tag auch der Regen, allerdings nicht so stark wie erwartet, sodass wir ohne Probleme – nur ein bisschen nass – wieder aus dem Urwald hinauskamen. Nur unsere Pläne am Sonntag noch Cathedral Cove anzuschauen und uns einen Vulkanwasser gewärmten Pool am Hot Water Beach zu graben mussten wir auf später verschieben.
Nach einer Woche, die wir in Auckland mit Organisatorischem, Wohnung ausräumen und putzen verbrachten hüpften wir am nächsten Wochenende wieder ins Auto um im Tongariro National Park Ski zu fahren.
Das Turoa Skigebiet am Mt. Ruapehu, dem höchsten Berg der Nordinsel, hat wohl eine der skurrilsten Anfahrten die man sich vorstellen kann. Vom Talort gehts durch dichten Regenwald mit Baumfarnen und Südbuchen vorbei an erkalteten Lavaströmen und riesigen Gesteinsbrocken, um dann auf einem aktiven Vulkan die Pisten runter zu brausen. Wir hatten einen perfekten Skitag und hatten hinterher so gut wie alles von dem für europäische Verhältnisse doch recht kleinem Skigebiet gesehen.
Wir fuhren weiter nach Taupo, wo sich unser Auto erst mal nen neuen Anlasser und wir uns ein Bad im von heißen Quellen gespeisten Pool gönnten – beides durchaus berechtigt ![]()
Weiter gings nach Rotorua (die Stadt in der es überall nach Schwefel stinkt), wo wir uns Geysire, brodelnde Schlammlöcher und Pools mit kochendem Wasser angeschaut haben, die die Maoris früher zum kochen verwendet haben.
Nachdem wir das Wochenende davor vom Regen abgehalten wurden, ließen wir es uns diesmal nicht nehmen Cathedral Cove anzuschauen, die uns am besten bei unserem Nachtspaziergang im Mondlicht gefallen hat.
Direkt um die Ecke liegt der Hot Water Beach, ein Strand an dem man bei Ebbe Pools graben kann, die dann von unten mit warmen Wasser volllaufen. Man muss aber aufpassen, dass richtige Mischungsverhältnis von warmen und kaltem Wasser zu finden, denn was da so aus dem Boden sprudelt ist über 60° warm und der Sand sogar noch heißer. Am Strand herrscht ein bisschen Goldgräber-Atmosphäre - jeder steckt seinen Claim ab und los geht die Buddelei in der Hoffnung das warme Wasser zu finden.
Die letzten Tage in Neuseeland verbringen wir in Auckland wo noch einige Sachen auf dem Programm stehen, die im Semester nicht geklappt haben. Dazu ist grade noch New Zealand International Film Festival und unsere Statistik von 4 Filmen in 2 Tagen sieht schon ganz gut aus.
(‘Red Cliff’ und ‘Embodiment of Evil’ sind zu empfehlen)
In 9 Tagen heißt es Abschied nehmen und danach in Australien noch 3 Wochen Sonne tanken, bevor wir dann am 12. August wieder in Deutschland sind.
- St. Patricks Day
- Skytower
- Siren – Installation beim Auckland Festival
- Albert Park in der Nähe der Uni
- Lecker! Deutsches Brot
- Hefezopf im Park
- Music in the Park – da war noch Sommer
- An der Kinderwand in der Kletterhalle
- Fertig zur Abfahrt
- Auf dem Whanganui River
- Bridge to nowhere – mitten im Urwald
- Das unfreiwillige Bad konnte uns die Stimmung nicht versauen
- Mt. Ngauruhoe
- Auf gehts
- Ein Stück des Tongariro Crossings
- Da wollen wir hoch?!
- Blick nach Norden
- Yehaa
- Den Aschehang wieder runtersliden
- Ein Kauri..
- .. noch einer – der mit dem größten Stammumfang
- Hier gibts noch was fürs Geld – Eis für 1€!!
- Cape Reinga
- Mit dem Bodyboard die Sanddüne runter
- Am Strand darf man 100 fahren (auf der Straße davor nur 50)
- 90 Mile Beach
- Vorbereitungen zum Anzac Day am Auckland Museum
- Dawn Ceremony am Anzac Day – es wird den gefallenen Soldaten gedacht
- Auf dem Weg zur Innenstadt
- Mal wieder Feueralarm in unserem Haus – der 6.
- Maori Versammlungshaus an der Uni
- Blick vom Physik Gebäude
- Im Hochseilgarten
- Die Harbour Bridge wird gestürmt – Demo für Fahrrad- und Fußgängerweg über die Brücke
- Demo als Familienausflug ;-)
- Oben auf One Tree Hill
- Am Viaduct Harbour
- Downtown Auckland
- Eine typische Swingbridge
- Aufstieg zu den Pinnacles ..
- .. und wieder runter
- Durch den Regen zum Auto
- Sonnenaufgang am Mt. Ruapehu
- Skifaaahrn
- Ein Weta
- Maori Schnitzerei
- Geysir in Te Puia
- .. nochmal
- Cooking pool :-)
- Cathedral Cove bei Mondlicht
In einem Land, weit hinter dem Horizont begaben sich vor langer Zeit zwei Fremde auf die Suche nach Weisheit und Abenteuer – oder so ähnlich.
Die Suche nach Weisheit ist – zumindest vorerst – abgeschlossen, denn die Vorlesungen sind seit nem Monat vorbei, die Klausuren sind geschrieben, nur ob die Suche erfolgreich war wird sich noch zeigen…
Unsere Wahrnehmung der Zeit während dem Semester war ein bisschen komisch. Am Anfang gings ganz seicht los, man konnte sich eingewöhnen, aber das Arbeitspensum stieg stetig an – auch wenn das Gewohnte nicht überschritten wurde.
Und kaum hat das Semester richtig angefangen stand auch schon die Mid-Semester Break an. Yehaa, wieder rein in den Urlaub ![]()
Kanufahren, Bergbesteigung und Sanddünen runterbrausen sollten die Hauptbeschäftigung für die nächsten 2 Wochen darstellen.
Auf dem Whanganui River brachen wir mit Marian und Christina zu 90km paddeln in 3 Tagen auf. Auf den ersten Blick sieht das vielleicht etwas erschreckend aus, aber durch stetige Strömung kamen wir zügig und ohne allzu große Anstrengung voran. Kurz vor dem Ziel hatten wir dann schon so viel Vertrauen in unsere Paddelkünste, dass wir dachten, auch 1m Wellen mit Leichtigkeit strotzen zu können – platsch, nass.
Da so viel Abenteuer für 4 (mehr oder weniger) gestresste Studenten noch nicht reicht fuhren wir noch am gleichen Tag mit einem Satz trockener Klamotten weiter zum Tongariro National Park, wo wir den Schicksalsberg aus Herr der Ringe besteigen wollten.
Bei Kaiserwetter machten wir uns auf den Weg durch erkaltete Lavaströme über Geröllfelder und etwas Schnee auf zum 2287m hohen Gipfel des noch immer aktiven Vulkans Mt. Ngauruhoe. Von oben sieht man wie klein Neuseeland doch ist – West- und Ostküste waren zu sehen.
Den Rest der Ferien haben wir das Northland – der Teil der Nordinsel, nördlich von Auckland – erkundet und dort Kauris – die 2. größten Bäume der Welt – gesichtet, sind Sanddünen auf Surfbrettern runtergerast und haben ganz oben am Cape Reinga die Magie des Ortes erfahren an dem die Geister der verstorbenen Maori ihre letzte Reise zu den Ahnen antreten.
Auch wenn es vielleicht so klingt, aber wir machen hier nicht nur Urlaub ![]()
Nunja, Uni ist halt Uni, aber das Feeling ist doch anders. Die Profs. werden beim Vornahmen angesprochen und der Umgang mit ihnen ist sehr unkompliziert. Dazu hatten wir mit den verschiedensten Kulturen zu tun, viele Studenten kommen aus Asien und dem Pazifikraum aber auch die Neuseeländer sind ein bunt gemischtes Völkchen mit Einflüssen aus der ganzen Welt – egal woher man kommt man findet immer einen passenden Laden, in dem deine Sprache gesprochen wird. So haben wir auch einen Einblick in die israelische, pakistanische, indische, afrikanische, chinesische und neuseeländische Sicht der Welt bekommen. Leider beschränkt sich die Sicht der neuseeländischen Medien oftmals auf die Schießerei im Kuhkaff oder die Live-Berichterstattung vom monatlich wechselnden Mordprozess. Die Nachrichten werden aber auch von den Neuseeländern kaum noch angeguckt und wir haben dann auf Deutsche-Welle TV und Al Jazeira (super Nachrichtensender, wer hätte das gedacht?!) zurückgegriffen.
Durch das ganze Multi-Kulti gehen die anglo-sächsischen Neuseeländer im Straßenbild fast ein bisschen unter. Wir haben natürlich auch eine deutsche Bäckerei ausfindig gemacht und ab und zu war dann Samstags Hefezopf und Bretzel schlemmen angesagt.
Obwohl das Semester recht gemütlich anfing, flog nach den Ferien die Zeit nur so dahin und wir näherten uns mit Riesenschritten dem Ende der Vorlesungen und der Klausurphase. bla bla bla
Am Freitag war die letzte Klausur geschrieben und Samstag in der früh machten wir uns auf zur Coromandel Peninsula.
Dort wollten wir den Pinnacles-Track laufen und obwohl wir anfangs etwas skeptisch waren ob wir wieder zurück nach Auckland kommen würden – es gab eine Heavy Rain Warning für den nächsten Tag und wenn wir Pech gehabt hätten, wäre die Straße überschwemmt worden – brachen wir bei gar nicht so schlechtem Wetter auf. Nach schöner Wanderung und Gipfelanstieg im Nebel kam dann am nächsten Tag auch der Regen, allerdings nicht so stark wie erwartet, sodass wir ohne Probleme – nur ein bisschen nass – wieder aus dem Urwald hinauskamen. Nur unsere Pläne am Sonntag noch Cathedral Cove anzuschauen und uns einen Vulkanwasser gewärmten Pool am Hot Water Beach zu graben mussten wir auf später verschieben.
Nach einer Woche, die wir in Auckland mit Organisatorischem, Wohnung ausräumen und putzen verbrachten hüpften wir am nächsten Wochenende wieder ins Auto um im Tongariro National Park Ski zu fahren.
Das Turoa Skigebiet am Mt. Ruapehu, dem höchsten Berg der Nordinsel, hat wohl eine der skurrilsten Anfahrten die man sich vorstellen kann. Vom Talort gehts durch dichten Regenwald mit Baumfarnen und Südbuchen vorbei an erkalteten Lavaströmen und riesigen Gesteinsbrocken, um dann auf einem aktiven Vulkan die Pisten runterzubrausen. Wir hatten einen perfekten Skitag und hatten hinterher so gut wie alles von dem für europäische Verhältnisse doch recht kleinem Skigebiet gesehen.
Wir fuhren weiter nach Taupo, wo sich unser Auto erstmal nen neuen Anlasser und wir uns ein Bad im von heißen Quellen gespeisten Pool gönnten – beides durchaus berechtigt ![]()
Weiter gings nach Rotorua (die Stadt in der es überall nach Schwefel stinkt), wo wir uns Geysire, brodelnde Schlammlöcher und Pools mit kochendem Wasser angeschaut haben, die die Maoris früher zum kochen verwendet haben.
Nachdem wir das Wochenende davor vom Regen abgehalten wurden, ließen wir es uns diesmal nicht nehmen Cathedral Cove anzuschauen, die uns am besten bei unserem Nachtspaziergang im Mondlicht gefallen hat.
Direkt um die Ecke liegt der Hot Water Beach, ein Strand an dem man bei Ebbe Pools graben kann, die dann von unten mit warmen Wasser volllaufen. Man muss aber aufpassen, dass richtige Mischungsverhältnis von warmen und kaltem Wasser zu finden, denn was da so aus dem Boden sprudelt ist über 60° warm und der Sand sogar noch heisser. Am Strand herrscht ein bisschen Goldgräber-Atmosphäre - jeder steckt seinen Claim ab und los geht die Buddelei in der Hoffnung das warme Wasser zu finden.
Die letzten Tage in Neuseeland verbringen wir in Auckland wo noch einige Sachen auf dem Programm stehen, die im Semester nicht geklappt haben. Dazu ist grade noch New Zealand International Film Festival und unsere Statistik von 4 Filmen in 2 Tagen sieht schon ganz gut aus.
(‘Red Cliff’ und ‘Embodiment of Evil’ sind zu empfehlen)
In 9 Tagen heißt es Abschied nehmen und danach in Australien noch 3 Wochen Sonne tanken, bevor wir dann am 12. August wieder in Deutschland sind.











































































Wall of Text inc.!
Be affraid of teh fucking opossums.
Hm deutsch scheint ja noch einigermaßen bei euch zu funktionieren…die Betonung liegt auf einigermaßen =)
Ne Spaß, ich wünsch euch noch schöne Tage in Australien und passt auf das ihr nicht die Swineflue mitbringt, desweiteren melde ich mich hiermit offiziell zum Bilder gucken im Zeitraum von August bis Oktober an!
Mfg Alex from GalaX