Auf unser nächstes Ziel haben wir uns schon lange gefreut und sind auch schonmal bis auf 30km herangekommen, aber leider lag der fast 4000m hohe Hauptkamm der neuseeländischen Alpen zwischen uns und dem Mount-Cook-Village, als wir an der Westküste entlang gefahren sind.
Das Mount-Cook-Village befindet sich mitten im Zentrum der imposanten Bergwelt der Southern Alps. Schon kurz hinter dem Dorf ragen die Berge bis auf 2000m in die Höhe und über allen dominiert Aoraki/Mt. Cook (3754m).
Aber allein schon die Anfahrt am türkisblauen Lake Pukaki ist die Reise wert, denn das Farbenspiel, was sich einem bietet ist einfach atemberaubend.
Mt. Cook-Village selbst ist nicht viel mehr als ein Luxushotel, viele Chalets, ein Youth Hostel, zwei Cafés und ein Visitor Centre, wobei der halbe Ort wohl den Besitzern des Hermitage Hotels gehört. Aber es lohnt sich durch das Dorf zu laufen, denn hier steht wohl das spektakulärste Visitor Centre, das wir in ganz Neuseeland gesehen haben. Mit großer Ausstellung über den neuseeländischen Alpinismus und Ausblick direkt auf gletscherbedeckte Berge kann man hier Bergsteiger-Atmosphäre schnuppern.
Wir konnten es uns natürlich auch nicht nehmen lassen irgendwo hochzusteigen und so brachen wir am Tag nach unserer Ankunft zur 1000m über dem Ort gelegenen Mueller Hut auf, wo wir übernachten wollten.
Nach 3,5 Stunden Aufstieg über ganz schön steilen Weg wurden wir oben von garstigen Windböhen und nicht von ‘Fine Weather’ begrüsst (das Wetter in NZ ist scheinbar immer genau entgegengesetzt zum Wetterbericht) und konnten das grandiose Panorama leider nur erahnen. Nach ein paar Stunden klarte es dann aber wieder ein bisschen auf und wir verbrachten den Abend mit Alpenglühen und netter Gesellschaft hoch oben in den Bergen. Unser Plan, am nächsten Morgen von der Hütte aus noch einen Abstecher auf den 1933m hohen Mt. Olliver zu machen – das ist der erste Berg den Sir Edmund Hillary bestiegen hat, der dann hinterher als erster auf dem Mt. Everest stand und hier den Status eines Nationalhelden hat – ließ sich dann aber wegen dickem Nebel nicht realisieren und ohne Aussicht da hochzusteigen war ebenfalls nicht sonderlich verlockend. So gings dann mit zwei Work-and-Travellern aus England wieder runter ins Tal, wo uns die Sonne wieder begrüßte, als wir aus den Wolken rauswaren.
Nach unseren 2 Tagen im Mount-Cook-Village mussten wir schon weiter, aber das Panorama und das Feeling ganz nah am Ausgangspunkt für die Besteigung der richtig hohen Berge zu sein, erweckten in uns den Wunsch auch mal zu lernen wie man mit dem ganzen Bergequipment wie Steigeisen und Eisaxt umgeht. (aber vielleicht nicht unbedingt direkt auf Mt. Cook zu steigen
)
Östlich der neuseeländischen Alpen erstreckt sich eine riesige, grasbewachsene Hochebene, die zu den trockensten Regionen Neuseelands zählt, das Mackenzie Country – von Mt. Cook Gipfel mit 15000mm Niederschlag pro Jahr über Mt. Cook Village mit 4000mm bis ins Mackenzie Country mit weniger als 500mm sind es weniger als 50km. Irgendwo in den Weiten müssen auch die ganzen Schafe und Kühe weiden, die man sonst gar nicht so oft wie gedacht sieht.
Das Farbenspiel zwischen goldenen Wiesen, den türkisblauen, gletschergespeisten Seen und den weißen Bergen im Hintergrund ist jedenfalls atemberaubend und das Mt. John Observatory der University of Otago, hoch über dem Lake Tekapo ist sicherlich nicht der schlechteste Arbeitsplatz
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Lake Pukaki mit Aoraki/Mt. Cook im Hintergrund
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Ja, die Farben sind wirklich so!
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Blick vom Mt. Cook Village auf Mt. Cook
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Mueller Lake im Vordergrund, Hooker Lake mit Hooker Glacier im Hintergrund.
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… weiter oben.
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Da hinten führt die Straße am Lake Pukaki entlang.
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Die Mueller Hut auf 1800m Höhe

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Aoraki/Mt. Cook, der höchste Berg Neuseelands
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Eislawine am Mt. Sefton (gegenüber der Mueller Hut)
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Abstieg am nächsten Tag mit ‘leichtem’ Nebel.
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Unten sahs schon wieder besser aus.
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Der Tasman Lake mit dem geröllbedeckten Tasman Glacier.![]()
Rückfahrt am Lake Pukaki.
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Church of the Good Shepherd am Lake Tekapo
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Das trockene Mackenzie Country…
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Mackenzie Country mit Lake Teakpo rechts und Lake Alexandrina links.![]()
Ein kleiner Teil vom Mt. John Observatory.